BMW Z3 Club Vierwaldstättersee

Ausfahrt "Vitra"

Kurven und Möbel / Frauenpower

An diesem Sonntagmorgen standen wir gerne früh auf. Wussten wir doch, dass das Wetter prächtig wird, und Margreth Müller und Fränzi Michel uns einen schönen Ausflug organisiert haben. Der sogenannte „Frauentag“ hatte zur Folge, dass auch ein, zwei Frauen einmal ans Steuer durften…………..
Ab 8.45 Uhr trafen gutgelaunte „Zetti- Fahrer“ mit ihren 16 Autos auf der Autobahnraststätte Pratteln ein.
Die Sonne drückte, und mit geöffnetem Verdeck, pünktlich um 9.15 Uhr, lotsten uns Fränzi und Margreth souverän durch Birsfelden über die Grenze nach Deutschland.
Schon nach kurzer Fahrt sahen wir da und dort ein Tipi in den Gärten vor den Bauernhöfen. Wie im Krimi von Hansjörg Schneider mit Kommissär Hunkeler.
In zügigem Tempo fuhren wir über weichen Hügel, Wiesen und durch den Schwarzwald, wo die Herbstsonne wunderschöne Lichteffekte hervorzauberte. Beim vorbei fahren entdeckten wir zahlreiche staunende, mit Körben bewaffnete Pilzsammler. Es ist eine wahre Freude so in einer Gruppe durch die Landschaft zu cruisen. 
Mit einen Tipp toppen Roadbook fuhren wir im Konvoi durch etliche Markgräfler Dörfer mit ihren typischen Fachwerkbauten.
Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir in Schwand an. Auf dem reservierten Parkplatz vor der Sennhütte parkierten wir unsere Zettis und begaben uns zur Kaffeepause. Sennen habe ich keine gesehen, dafür holte jemand beim Bauern Honig und Konfitüre. An den Tischen herrschte vergnügte Stimmung. Gestärkt nach der Kaffeepause setzten wir uns in unsere Zettis und im ordentlichen Tempo ging es Richtung Kandern. Hier mussten wir aufpassen, dass wir uns nicht verlieren. In Kandern war zünftig Betrieb, denn es fand der jährliche Töpfermarkt statt. Wer sich genau umschaute, sah auch das „Chanderli“, der Dampflockzug, der von Kandern aus startet.
Weiter, vorbei an schmucken Landgasthöfen und vielen voll behangenen Apfelbäumen. 
Viel zu schnell trafen wir im Landhaus Ettenbühl ein. Parkieren mussten wir dort in origineller Weise rückwärts in einer Einerkolonne. Zum Schmaus lud ein nettes Sääli im Landhaus. Uns wurde ein super Mittagessen serviert. Anschliessend durften wir den wunderschönen Garten besichtigen. Zwischen Rosen, Seerosen und anderen Blüemli und Gebüschen bekam der Eine oder Andere einmal ein anderes Sujet als nur Autos vor die Fotolinse.
Um 14.00 Uhr trafen wir uns bei den Wagen, um die letzte kurze Etappe Richtung Vitra zu nehmen.
Für die schreibenden war im Vitra Gelände leider Endstation, und wir mussten uns verabschieden.
Herzlichen Dank an Margreth und Fränzi für die Organisation dieses tollen Anlasses.
Wir freuen uns schon auf die nächste Ausfahrt, organisiert durch „Frauenpower“.
Linda und Samuel
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Anschliessend zum tollen Bericht von Sämi und Linda, die leider unsere Führung durch das Vitra-Gelände nicht mehr mitmachen konnten, einen kurzen Rückblick über die interessante Führung. 
Schon seit mehr als 20 Jahren fahre ich regelmässig an diesem riesigen Industriegebiet in Weil vorbei ohne mir richtig Gedanken gemacht zu haben, was hier eigentlich alles ist. So habe ich dann am Sonntag erfahren, dass hier seit den frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von den Firma Vitra verschiedenste Möbelteile für Industrie und Wohnen hergestellt werden. Immer wieder kamen neue Fabrikationsgebäude dazu, die man von namhaften preisgekrönten Industriedesignern und –Architekten erstellen liess. Unsere Führung spezialisierte sich auf das Gebäude der ehemaligen Werksfeuerwehr, das von der Architektin Zaha Hadid im Jahre 1993 realisiert wurde. Dieses originelle in spitzen Formen verlaufende in Beton gebaute Gebäude mit viel Licht und optisch schräg verlaufenden Decken und Wänden ist sehr eindrücklich. Trotz der anspruchsvollen Architektur kam es seiner Funktion als Feuerwehrgebäude voll und ganz entgegen und als Weil eine grosse Stadtfeuerwehr errichtete und das Gebäude von Vitra seiner Funktion enthoben wurde, waren die firmeneigenen “Feuerwehrmitarbeiter“ traurig. So wird heute das Gebäude zu Schulungszwecken und besonderen Anlässen genutzt.
Nach dieser „kompakten“ Führung durch einen kleinen Teil des Vitra-Geländes trafen sich einige Zetti-Fahrer noch kurz im tollen Herzog-de Meuron Haus der Vitra zu einem abschliessenden Café mit Kuchen, bevor sich die Teilnehmer individuell auf den Heimweg machten.
Auch ich danke Margreth ganz herzlich für diesen perfekt organisierten Ausflug und ihre Arbeit.
Franziska Michel

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