BMW Z3 Club Vierwaldstättersee

2. Z-Rallye (clubintern)

Perfekt organisierte Rallye

Einmal mehr stand ich am Sonntagmorgen um 06.00h vor meinem Spiegelbild und liess mir versichern: du machst das freiwillig! Wettermässig etwas skeptisch starteten wir um 07.30h von Muttenz in Richtung Zürich, wo die Nebeldecke und die Wolken immer dichter wurden. Als dann in Frick sogar einige Tropfen auf die Windschutzscheibe trafen, kritisierten wir wieder mal den Wetterbericht. Doch wir waren zu voreilig: kurze Zeit später verzogen sich sowohl Nebel wie auch Wolken und die Sonne schien von einem herrlich blauen Himmel! Etwas zu früh trafen wir an unserem Startpunkt Herrlisberg ein und genehmigten uns noch einen kleinen Happen. René war gespannt, was ihn erwartete, schworen sich doch einige Teilnehmer der letztjährigen Rallye Revanche (wenn doch bloss nicht immer dieser Ehrgeiz wäre!). Nach einer kurzen Begrüssung durch Roger durften wir die Startnummern ziehen – warst du je schon mal von so vielen Frauen umringt, die alle etwas von dir wollten, Roger???
Im 3-Minuten-Rhythmus starteten wir nun zu unserer Fahrt. Jeweils 1 Minute vor Abfahrt erhielt jeder Teilnehmer einen Briefumschlag von Sonja, in welchem Informationen, ein Roadbook, Fragen zur Verkehrssicherheit (ächz, stöhn), sowie ein Notfallcouvert waren.
Zügig wurden wir erst zurück auf die Autobahn in Richtung Chur geführt, die wir nach wenigen Kilometern jedoch bereits wieder verliessen und in Richtung Richterswil/Einsiedeln/Samstagern geleitet wurden. Neben den Anweisungen im Roadbook hatten wir parallel zum Fahren noch Fragen zu beantworten, die sich auf die Umgebung der Strecke bezogen. Das war nicht weiter schwierig. Ins Schwitzen kamen René und ich erst, als wir auf einem für uns bestimmten Parkplatz die Fragen zur Verkehrssicherheit beantworten mussten! Mein Gott, hundert mal ist man in diesen Verkehrssituationen und handelt mehr oder weniger bewusst, doch auf dem Papier gestalteten sich einige vom Gesetz her vorgeschriebenen Situationen als gar nicht mehr so selbstverständlich. Umso mehr, als das Multiple-Choice-Verfahren gefragt war, was René und ich jedoch nicht beachteten. So war die eine oder andere Frage wirklich knifflig für uns! Noch schlimmer kam’s für mich, als mich Sandra an einem weiteren Zwischenhalt nach den diversen Notfallrufnummern fragte. Au weia, es nützt nicht unbedingt was, wenn diese Nummern in der Schublade unter dem Telefon aufbewahrt werden!!!! Nach Graben in der tiefsten Hirnregion schaffte ich dann doch noch 2 richtige Antworten (Schämmer). So schnell werde ich diese Nummern jetzt (hoffentlich) nicht mehr vergessen, auch wenn ich sie bitte nie wirklich gebrauchen muss! Ein kleiner Trost für mich war, dass mein lieber Mann auch vergessen hatte, wo er seine kleine Autoapotheke verstaut hatte – das Alter lässt grüssen! Kaum wieder beim Weiterfahren, kam es ihm wieder in den Sinn, und meldete dies später an Dieter zurück. Uff- vielleicht einen Punkt vorwärts gemacht?!?
Die wunderbare Strecke führte uns zum Morgarten-Denkmal. Hier hatten wir einige Fragen zur Schlacht zu beantworten. Nach kurzem Halt und Aufstieg zum Denkmal selbst konnten wir auch dies gut bewältigen und weiter ging die Fahrt in Richtung Schwyz. Von dort weiter in Richtung Ibergeregg. Hier gab’s dann den Mittagshalt, wo wir unseren vorbestellten Lunch genossen. Natürlich wurde heftig über die bisherigen Fragen und Antworten diskutiert und verglichen. Sandra hatte jedoch beim Eintreffen der Autos alle Unterlagen eingesammelt, sodass niemand mehr nachkorrigieren konnte.
Nach dem Lunch starteten wir in gleicher Reihenfolge wiederum im 3-Min.-Abstand zur 2. Etappe, diesmal nach eingezeichneter Route auf der Landkarte. Wunderschön fuhren wir nun über die Ibergeregg. Damit es uns nicht gar zu „langweilig“ wurde, mussten wir unterwegs noch ein Hühnerei besorgen. Wie – das war jedem Teilnehmer selbst überlassen. Wir entschlossen uns zum Halt bei einer Alpkäserei und siehe da, wir hatten den Motor noch nicht einmal abgestellt, als uns die „Sennerin“ bereits von weitem zurief – „ein Ei gefällig?“ Wir waren wohl nicht die Einzigen!!!!! In Euthal am Sihlsee erwartete uns dann die nächste Prüfung. Wir mussten hier die Abstände zwischen dem Auto und markierten Stellen schätzen und zusammenzählen. Hoffentlich waren wir einigermassen im Rahmen mit unserer genannten Zahl. Sonja händigte uns hier in weiteres Roadbook aus, diesmal mussten wir an Hand von Fotos fahren. Dank der perfekten Vorgabe war dies nicht weiter schwierig und so konnten wir die wunderbare Gegend auch richtig geniessen. Die Strecke führte uns von Euthal aus über die Sattelegg nach Schwänden, Siebnen, Lachen zurück Richtung Zürichsee, dann über Pfäffikon Richtung Feusisberg nach Schindellegi. Bei einem kurzen Halt mit Kaffee lösten wir noch einige Kniffelfragen mit vielen Zahlen. In Schindellegi erwartete uns eine weitere Prüfung bei Sandra und Dieter in der Tiefgarage. Jetzt war unser Samariterwissen gefragt. Ganz schnell erklärte ich mich selbst zum „Opfer“ und liess René an die Sache! Nicht mal so schlecht bewältigte er die gestellten Aufgaben, sogar Improvisationstalent besass er, hatte er doch ein „Tic-Tac-Büchsli“ zum Druckausüben für einen Druckverband benutzt. Juhui – vielleicht einen Zusatzpunkt??? Nebenbei konnten wir uns hier auch nochmals kurz mit Obst und Getränken stärken, bevor wir von hier aus in einer Kolonne weiterfuhren in Richtung Rapperswil. Leider mussten wir einen kleinen Umweg fahren, da der Seedamm wegen einer Veranstaltung gesperrt war. Kein Problem – genau zum angegebenen Zeitpunkt trafen wir im Restaurant Manolo’s ein. Zu unserer Überraschung gaben hier die Organisatoren schon nach kurzer Zeit die Ergebnisse der heutigen Rallye bekannt. Gewonnen hat die heutige Rallye das einzige Damenteam Rosetta/Jeanette!!! Herzlichen Glückwunsch. Mit lustigen Zwischenkommentaren wurden die Plätze 2 (René/Fränzi) und 3 (Stefan/Marianne) vergeben. Die restlichen Resultate konnte dann jeder anhand der Rangliste, die zirkulierte, entnehmen.
Zum Ausklang dieses herrlichen Tages genossen wir ein feines Nachtessen mit viel diskutieren, plaudern und lachen. Die letzte Überraschung bereitete uns der feine Kuchen, der anlässlich Michis Geburtstags zum Dessert offeriert wurde. Ganz toll, dass Michi sogar an seinem Geburtstag als Beifahrer mit von der Partie war!!
Dies war wirklich der absolut perfekte Tag!!! Müde und mit tollen Eindrücken sanken wir gegen 23.00h in die Federn.
Für heute beende ich meinen Bericht und grüsse euch herzlich
Franziska Michel

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