BMW Z3 Club Vierwaldstättersee

Ausfahrt Schwarzwald / Hochschwarzwald (Deutschland)

Sonne, Sonne, Sonne, Kaffee und Kuchen, Bier

Donnerstag, 8.6.06:
Keine Regel ohne Ausnahme! Normalerweise stehe ich am Morgen eines Ausflugs in aller Herrgottsfrühe im Badezimmer vor dem Spiegel und versuche mein Spiegelbild davon zu überzeugen: du machst das freiwillig, du machst das freiwillig………
Doch heute kann ich wirklich ausschlafen, denn unser Treffpunkt ist um 11.00h bei Michael Binkert in Dogern, und das ist nur ein Katzensprung von uns entfernt!!! Beinahe fürstlich werden wir von Michael und Christine empfangen. Bereits an der Haustüre hat der Hausherr unser kleines Detachement, bestehend aus Claudia und René mit der kleinen Laura, Oliver, René und mir mit einem tollen selbst entworfenen „Flyer“ willkommen geheissen. Dann werden wir mit Café , gefüllten Silserli und anderen Leckereien auf der Terrasse verwöhnt. Da wundert es wohl niemanden, dass wir länger sitzen bleiben als auf Renés Zeitplan vorgesehen ist.
Ganz gemütlich fahren wir dann das Albtal Richtung St. Blasien hoch. Für Ortsunkundige ist bereits dieses Tal ungewöhnlich, führt es uns doch durch dichte Wälder und tiefe Schluchten mit engen Kurven und noch engeren Tunnels! Und das so nah an der „Flachland-Grenze“!
Auf der ersten Anhöhe dann das erwartete Schwarzwaldbild: weites Tal mit wunderbarer Graslandschaft und einzelnen Tannengruppen und dazu stahlblauer Himmel! St. Blasien umfahren wir direkt Richtung Schluchsee auf Strassen wie aus dem Bilderbuch mit wenig bis gar keinem Verkehr! In Aha erreichen wir den Südzipfel des Schluchsees, der sich uns beinahe wie aus dem Ferienprospekt darbietet, windstill und spiegelglatt. Gemächlich fahren wir entlang dem Seeufer bis zur Abzweigung Titisee, den wir auch schon nach wenigen Minuten und zum Erstaunen der Teilnehmer erreichen. Auch hier das gleiche „Ferienprospekt-Bild“, nur mit etwas mehr und kühlerem Wind. Schnell haben wir unsere schönen Hotelzimmer bezogen und treffen uns im Hotelgarten mit direktem Blick auf den See wieder zu feinem Café und noch besserem Kuchen (ob wir wohl etwas „verfressen“ sind???).
Frisch gestärkt machen wir uns dann auf die erste Erkundungstour ins Dörfchen Titisee, das wirklich heimelig ist und beinahe für jeden etwas zu bieten hat (selbst für Swarovski-Fans wie Claudia und mich). Natürlich fehlt auch der Zwischenhalt im Biergarten nicht, sonst wäre es wohl René B. nicht ganz so wohl!
Mit einem feinen Nachtessen haben wir dann diesen ersten Tag abgeschlossen.

Freitag, 9.6.06
Zeitig treffen wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet, denn wir wollen um 10.00h in Rust vor dem Europapark sein, wo Michael und Christine dazustossen. Wiederum bei schönstem Wetter fahren wir erst auf Nebenstrassen Richtung Glottertal (Schwarzwaldklinik, Dr. Brinkmanns Heimat) und dann noch kurze 30 km Autobahn bis Rust. Problemlos finden wir unsere Parkplätze und trotz der vielen Leute, die dieses schöne Wetter für einen Europaparkbesuch ausnutzen, müssen wir beinahe nirgends anstehen. Mit Erstaunen stellen wir fest, dass wir in unserem Club einige „bahnverrückte“ Mitglieder haben, allen voran Christine!!! Mir wird schon schlecht vom zusehen (wurg), und Christine kann’s nicht verrückt genug sein! Aber kein Problem, der Park bietet allen etwas, auch den „verfressenen“ unter uns, die sich quer von Imbissbude zu Imbissbude kämpfen. Gemeinsam besuchen wir auch die Vorführung der Gladiatorenkämpfe, die sich als sehr laut erweist. Beeindruckend an der Vorstellung sind die Darbietungen der Pferde, die innerhalb einer relativ kleinen Arena ihr bestes geben. Zwischendurch teilen wir uns manchmal auf, denn es gibt Wasserratten und Landeier unter uns. Die einen geniessen jede noch so verrückte Bahn durchs Wasser, die anderen vergnügen sich bei einer Variété-Show mit Zauberkünstler. Und immer wieder machen wir Halt, um etwas zu essen oder zu trinken. Apropos trinken: von Zeit zu Zeit entfernt sich Claudia diskret von der Gruppe, um die Bedürfnisse der kleinen Laura zu stillen. Wären alle Babies so völlig unkompliziert und lieb wie Laura, hätten wir in der Schweiz keine Nachwuchsprobleme!!!!
Je später der Nachmittag, desto weniger Leute flanieren durch den EP. Man merkt deutlich, dass die Deutschen Fussballnarren sind! Auch im EP machen sich die Restaurants bereit, um das Eröffnungsspiel der Fussball-WM zu übertragen. Doch das lässt unsere Gruppe erstaunlich kalt – um so mehr geniessen wir nochmals ein kühles Bier, resp. Radler, bevor wir uns von Christine und Michael verabschieden und den Heimweg nach Titisee unter die Räder nehmen. Damit es nicht zu eintönig wird, fahren wir nicht das Glottertal hinauf, sondern das Höllental! Fragt mal Oliver, wie es sich in einem VW Sharan mit René B. am Steuer anfühlt, mit Tempo 100 (!!!!) auf einer 4-spurigen Strasse mit deftigen Kurven das Tal hinauf zu donnern.
In Titisee angekommen, zittern ihm sichtlich die Knie und seine Gesichtsfarbe erscheint leicht grünlich! Nichts desto trotz kündigt er bereits an, dass er in seinem eigenen M-Roadster die gleiche Strecke unbedingt noch einmal fahren will. Na gut, abgemacht.
Beim heutigen Nachtessen sind wir um 3 Personen gewachsen – Kyrill, Gabriela und Raymund sind zu uns gestossen und geniessen mit uns das feine 4-Gang Menu. Wir lassen den Tag ganz gemütlich bei Wein und Bier ausklingen und freuen uns auf den Samstag.
Samstag, 10.6.06
Das Frühstücksbuffet ist spitze, so bereitet es keine Probleme, dass wir wiederum zeitig aufstehen müssen. Wir treffen uns um 10.00h beim „Brinkmannschen Hüsli“ mit den letzten Teilnehmern unseres Ausfluges, die da wären: Dominique und Patrick, Rolf, wiederum Michael und ein Ueberraschungsgast mit UNSEREM M-Coupé. Nein, natürlich nicht, nur die selbe Farbe. Michael hat besagten Fahrer Thomas an der Tankstelle getroffen und auf der Stelle rekrutiert zu diesem Ausflug. Wäre schön, wenn er öfters mitmachen würde.
Die heutige Tour führt uns über Höhen und durch tiefe Täler kreuz und immer wieder quer durch wunderschöne Gegenden und gepflegte Schwarzwalddörfer. Obwohl wir doch bestens gefrühstückt haben, kreischt es irgendwann nach 12.00h von hinten aus dem Kyrill’schen Auto (aber von seinem Beifahrer René B.) – HUNGER! Also legen wir kurz hinter Furtwangen einen Mittagsstopp ein, der sich als genial erweist. Wir sind nämlich in Gütenbach gelandet, der Heimat von FALLER Modelleisenbahnen und Modellautobahnen. Und erst noch in einem restaurierten Gasthof von anno 1594, dem Bachhof! Was die uns als Vesperplatte servieren, würde bei uns in der Schweiz für doppelt so viele Personen geliefert werden – es war super, nicht wahr Rolf??? Pappsatt machen wir uns dann auf die Weiterfahrt. Durchs Simonswälder Tal führt uns die Strecke via Waldkirch dem Kandelpass entgegen. Diese relativ schmale Strasse fahren wir zu 2/3 zügig hinauf, bis wir von einem Ford Fiesta etwas in unserem „Elan“ gebremst werden. Doch sind es nur noch wenige 100 m bis zur Passhöhe, von der man westwärts ins Flachland und Richtung Vogesen, und ostwärts in die endlosen Höhen und Täler des Hochschwarzwaldes sieht. Hier, man glaubt es kaum nach dem oppulenten Mittagsmahl gibt’s Café und Schwarzwäldertorte, resp. Eisbecher. So langsam aber sicher entpuppt sich unsere Z3-Tour auch als „Fresstour“! Na ja, fasten können wir zu Hause wieder. Mit Vorfreude, resp. Spannung führt uns die Weiterfahrt immer näher ans Höllental. Oliver’s Wunsch sei uns Befehl. Und so kommt’s, dass wir auch heute zum Schluss der Fahrt wieder diese höllischen, rasanten Kurven in halsbrecherischem Tempo hinaufbrettern. Diesmal haben meine Knies leicht gezittert, war doch die eine Rechtskurve wirklich am Limit!!!! Aber unseren „verhinderten“ Rennfahrern hat’s höllisch gefallen.
Noch nicht genug für heute, schlendern wir nochmals durch Titisee und – wie könnte es auch anders sein – landen im Biergarten, wo wir unseren ersten Durst löschen. Mir wird es hier immer ungemütlicher, sitzen wir doch unter einem Baum, der bei jedem kleinsten Windstoss fleissig seine Läuse auf uns niederrieseln lässt. Zum Glück ruft unsere Verabredung zum zweiten Durstlöscher, nämlich unserem gemeinsamen Sektapéro im Hotelgarten. Mit kleinen Schlückchen nähern wir uns einer ausgelassenen Stimmung, die auch während des ganzen weiteren Abends immer wieder zu regelrechten Lachsalven führt. Aus meiner Sicht ist auch dieser Tag ein voller Erfolg gewesen. Ich schlafe bereits tief und fest, als sich einige von uns noch immer bei Bier und … aufhalten, nach Barschluss sogar vor dem VW Sharan mit der Kühlbox. Prost!

Sonntag, 11.6.06
Leider schon zum letzten mal geniesse ich das hervorragende Rührei mit gebratenem Speck. Wir haben unsere Abfahrt am Vorabend von 10.00h auf 11.00h verschoben, da es Rolf am Samstag so gut gefallen hat, dass er heute mit Yvonne nochmals teilnehmen will. Und andere nochmals die Läden von Titisee unsicher machen möchten. Mit etwas Wehmut räume ich unser schönes Zimmer mit Blick auf den See – warum geht alles Schöne so schnell vorbei?!?
Pünktlich um 11.00h setzt sich unser Tross in Richtung Feldberg in Bewegung. Im Schnupf erreichen wir die Passhöhe, die jedoch mangels Aussicht von der Strasse aus nichts wirklich Besonderes ist. Also fahren wir zügig weiter und treffen René B. wieder beim talabwärtsfahren, der mit etwas Verspätung gestartet ist infolge Laura’s Fütterung. Bis Todtnau fahren sie gemeinsam mit uns, dort trennen sich unsere Wege, da die Strecke für die kleine Laura doch zu happig ist, und René Claudia nicht alleine nach Hause fahren lassen möchte.
Weiter geht’s in Richtung Schauinsland. Dies machen wir beim Mittagshalt wirklich, denn die Aussicht ist phantastisch. Schauinsland ist auch eine bekannte Bergrennstrecke, die wir natürlich nicht auslassen und dementsprechend fahren. Weiter führt uns die Route durchs bekannte Münstertal, das ein wenig eng ist und in gemütlichem Tempo gefahren wird. Auf Gabrielas Wunsch hin, fügen wir noch einige Ecken mehr hin, damit wir nicht zu früh wieder zu Hause sind. Und so fahren wir im Zickzack in Richtung Schweiz. Natürlich nicht ohne Café- und Kuchen-Halt. Diesen verbringen wir im Hotel Rössle in Todtmoos. Zwar nicht mit Kuchen, sondern mit gemischtem Eisbecher, Bananensplit, Coupe Dänemark, Mohr im Schlafrock (!), Spaghettieis und Zabaione, mmmhhh. Nächste Woche wird definitiv gefastet!!!

Ein Stück durchs Wehratal, dann wieder hinüber Richtung Gersbach, über Schopfheim via Wiechs, nochmals einige Zusatzschlaufen, doch es nutzt alles nichts, wir landen um 16.30h am Zollübergang Rheinfelden. Und nun ist auch diese Z3-Tour schon zu Ende. Es war wieder super, wir sind einfach ein „toller Haufen“.
Aber wisst ihr was, bald schon ist 15./16. Juli – und dann geht’s ab in Richtung Seefeld. Und das mit 26 (!) Zettis. Juhui!!!!!

Bis bald
Franziska Michel

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